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FESTIVAL PARTICIPATIONS

Viennale 1997
Berlinale Forum 1998
Diagonale, Fest. des österr. Films, Graz 1998
MIF Cannes 1998
Stockholm Pop Corn Festival 1998
Festival of Europ. Co-Production Sofia 1998
Fernsehfestival Meran 1998
Jungla Barcelona 1998
Washington DC, New Films from Austria, American Film Institute 1998
Noordelijk Film Festival Leeurwarden 1998
IFF of India, Hyderabad 1999
Solothurner Filmtage 1999
IFF Rotterdam 1999
Belgrade International Filmfestival 1999

Bilder

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CRITICISM – KRITIKEN

Definitely never seen anything like it CARL REINER


I have just seen MILK, the film EDGAR HONETSCHLÄGER has now finished, and think that he might well have made something like a cult classic. By which I mean a film far from mainstream which at the same time uses mainstream methods but has encoded it into something sufficiently dissident to attract but is not anarchic enough to repel. Such a film uses conventional patterning to non-conventional ends and has a usually non-conformist subtext. MILK is a 'maerchen' about falling out rather than (fairy tale pattern) coming together. The film is about attitudes and (hidden subtext) ideas. These all concern a nexus powerful this late in the century - our friend alienation rendered playful and non-threatening, but alienation nonetheless. DONALD RICHIE


Ein verrückter Film, ein verrückter Künstler und ein realistischer Bildbogen über die Auflösung aller Grenzen. Wahrscheinlich sind die Grenzen verrückt. Grenzen zwischen Kulturen und Zeiten, zwischen unseren Vorstellungen von Phantasie und von Realität, zwischen der Realität, die der Film abbildet und der Fiktion, in der Zuschauer leben, die immer noch nach einer Ordnung suchen. Simon lebt die Dekonstruktion und zugleich eine vielleicht realistische Konstruktion im Zwischenraum.
Dem Film gelingt es die Übergänge zwischen Simulation und Sinn, Geschichte und Gegenwart in Bildern einzufangen, die zwischen Auflösung, Chaos und Tradition flirren. HAZEL ROSENSTRAUCH

MILK

a film by Edgar Honetschläger | 100 Min., A/J, 1997

Was passiert, wenn grüner Tee auf Milch trifft ? Finden Sie heraus wie vier junge urbane Nomaden einander in Tokyo finden – einer Stadt in der sich Pop Kultur und Tradition vermischen. Folgen Sie dem zerrissenen europäischen Künstler, der, angezogen von einer ungewöhnlichen Japanerin, welche er im New Yorker Chelsea Hotel kennengelernt hat, ein mysteriöses Monument in Tokyo entdeckt. Die privilegierte junge Japanerin findet ihre Freiheit in der Rolle des Aufzugmädchens, wo alle ihr offenstehenden Möglichkeiten auf simples Auf und Ab reduziert sind. Dazu noch eine Radiosprecherin aus New York, die einem japanischen Büroangestellten in die Arme fällt. Charaktere und Kulturen prallen aufeinander und die Pole finden zueinander in diesem atmosphärischen und wirklich originellen Film.

MILK ist der erste Spielfilm des rund um den Globus beheimateten österreichischen Künstlers Edgar Honetschläger. 1989 brach er nach New York auf, um nach drei Jahren Aufenthalt 1992 nach Tokyo zu übersiedeln. Wenn er von seinen Stützpunkten Tokyo, Kalifornien, New York und Wien spricht, dann klingt es nicht so, als würde hier ein ewig Gejagter durch die Welt vagabundieren, sondern als hätte er es schon, bevor alle Zukunftsvisionen vom Phantom der Globalisierung heimgesucht wurden, geschafft, die Phantasie vom globalen Dorf in die Tat umzusetzten und mit “MILK” der totalen Grenzenlosigkeit ein unbeschwert leichtes Manifest zu widmen.

Im vorigen Jahr präsentierte Honetschläger bei der documenta X eine Dokumentation seiner Arbeit “97-(13+1)”. Für das Performance Projekt nahm er 14 der 97 Stühle, die von der Wiener Architektengruppe Poor Boys Enterprise als Teil des Projektes 97 Stühle in den Strassen New York’s aufgelesen und nach Wien gebracht worden waren, nach Tokyo mit. In Tokyo band er sie in ein Performance ein, mit der er versuchte – wie in vorangegangenen Aktionen – eine Definition für Individualismus im japanischen Kontext zu finden. Die Stuehle der Performance sind auch in MILK zu sehen.

TRAILER

DER REGISSEUR zum FILM

Der Titel “MILK” steht für die Verwestlichung Japans, denn es waren die Europäer, die die Milchprodukte auf das japanische Archipel brachten. In einer fremden Kultur zu leben und sie zu reflektieren erlaubt niemals den Blick des in die Kultur hineingeborenen, dies zu erwarten wäre naiv und gebunden an die Dichotomie zwischen “den anderen” und “uns”. Diese Unterscheidung wollte ich in MILK vermeiden. Wir sind einander alle Fremde und die traditionelle Unterscheidung zwischen “Außen” und “Innen” wird aufgelöst. Japan soll in diesem Film nicht erklärt, sondern erfahrbar gemacht werden. Ich wollte keinen japanischen Film machen, sondern einen den man in beiden Hemisphären verstehen kann. Das Drehbuch entstand in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Schriftstellerin Leza Lowitz, die mehr als fünf Jahre in Tokyo gelebt hat.

CREDITS

Director: EDGAR HONETSCHLÄGER
Cast: YUKIKA KUDO – Rika
SERGE PINKUS – Simon
SHERRI WEINER – Helen
HIDEKI OSHIO – Tashiro (Jogger)
Idea by: EDGAR HONETSCHLÄGER, LEZA LOWITZ
Written by: LEZA LOWITZ, EDGAR HONETSCHLÄGER
Cinematographie: MIYANO HIROKI
Sound: TAMURA EIJI
Edited by: KURT HENNRICH
TOKYO:
Line Producer: OSHIO HIDEKI
Assistant Directors HAYASHI MAMI OSHIO HIDEKI
Production Assistants: SUZUKI RYOUSUKE OIKAWA KANEYUKI
NORBERT ARTNER
Assistant Cameraman: TSUTSUI ATSUSHI
Assistent Sound: WAKABAYASHI DAIKI
Gaffer: NAKASO SHINYA
Coordinator: KIM RI-HYE
NEW YORK:
Line Producer: MELISSA WALDRON
Production Assistant: CARLA STINGER
Assistant Director: JUDITH SCHELL
Assistant Camerawoman: RACHEL LEVINE
Gaffer: JUDAH LAZARUS
Grip: AKASH
Associate Producers: LEZA LOWITZ, YUKIKA KUDO
Stills: NORBERT ARTNER
Co-Producer: OSHIO HIDEKI, OSF
4F   14-9, Akasaka 2-chome
Minato-ku, Tokyo 107
Tel 03 5570 6947 / Fax 03 5570 6948
Producer: MARKUS FISCHER




A FISCHER FILM PRODUCTION

LENGTH:102 min. — FORMAT:S16 mm, blow up 35 mm — COLOR, MONO
Austria/Japan/USA 1997

The music in MILK is taken from the album “Shamisen on my mind” by THE YEMOTO.
With friendly permission by Victor Entertainment Inc. Japan.

Produced with support by:
JAPAN WORLD EXPOSITION COMMEMORATIVE FUND
ORF – AUSTRIAN BROADCASTING CORPORATION
AUSTRIAN MINISTRY OF ARTSJAPAN FOUNDATION
GOVERNMENT OF UPPER AUSTRIA
ALL NIPPON AIRWAYS

shooting time : 1.4.97- 24.4.97 Tokyo – 28.4.97- 4.5.97 NY

Premiere Austria: Oktober 22., 1997 Viennale
Premiere Germany: Feb. 15., 1998 Berlinale

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