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BALKAN BLUES

Die Wiener Tschuschenkapelle auf Balkantour

Dokumentarfilm, 60 Min., A, 2009

Sie war schon fast überall, die “Wiener Tschuschenkapelle” – von Marokko bis Zimbabwe, von Kanada bis Brasilien, von Belgien bis Italien. Aber 2008 tourte sie erstmals durch jene Länder, aus denen ihre Lieder – und auch die meisten Mitglieder der Band stammen.

Tschuschen-Blues goes Balkan
In Kroatien und Bosnien, in Serbien, Mazedonien und Albanien präsentierten “Obertschusch” Slavko Ninić und seine vier musikalischen Mitstreiter ihre Interpretation von Balkan-Musik, die durch das Leben in der Wiener “Diaspora” mitgeprägt wurde.

Mehr als ein Tour-Tagebuch
Der Film “Balkan Blues” von Wolfgang Beyer dokumentiert diese Reise; er ist aber weit mehr als das Tour-Tagebuch einer bekannten Band, die heuer ihr zwanzigjähriges Bestehen feiert: erzählt wird von Begegnungen mit anderen Kulturen wie jener der Rom in Serbien; von den Wunden des Balkankrieges, die noch lange nicht verheilt sind; und von den Möglichkeiten der Musik, dem Gift des Rassismus und Nationalismus entgegen zu wirken.

Der Blues aus Sarajevo
Höhepunkt der “Sevdah Transversale” – so der Titel der Tour – war zweifellos der Aufenthalt in Bosnien-Herzegowina. Denn Sarajevo ist die Metropole der Sevdah-oder Sevdalinka-Musik, die man als “Balkan-Blues” bezeichnen könnte; einer musikalischen Tradition, vergleichbar etwa dem Fado oder Rembetiko.
Zu sehen und zu hören sind Größen dieser faszinierend-sentimentalen Lieder, etwa Hanka Paldum und Sejo Pitic’, die in einer Art “Sevdah-Session” gemeinsam mit der “Wiener Tschuschenkapelle” aufgetreten sind. Einige von ihnen waren heuer beim “Balkan Fever”- Festival zu Gast in Wien, wo Sevdalinka gerade erst entdeckt wird.

Das Verhältnis von Musik und Politik
Das Verhältnis von Musik und Politik ist auch wesentliches Thema dieses Films. “Balkan Blues” ist ein eindrucksvolles Plädoyer für die friedliche Koexistenz von Kulturen, Ethnien und Religionen.

Regisseur Wolfgang Beyer ist Autor zahlreicher Dokumentarfilme zu musikalischen Themen. In dem – von der Kritik hoch gelobten – Film “Schlurf – Im Swing gegen den Gleichschritt” erzählte er (gemeinsam mit ORF-Filmemacherin Mona Ladurner) von Jazz-begeisterten Jugendlichen, die der Nazi-Diktatur trotzten; in filmischen Porträts von Komponisten wie Viktor Ullmann und Ernst Krenek, die vom Nationalsozialismus verfolgt wurden, stellte er die Frage nach der Wirkung von Kunst in totalitären Gesellschaften.

CREDITS

mit SLAVKO NINIC
MARIA PETROVA
MITKE SARLANDZIEV
HIDAN MAMUDOV
JOVAN TORBICA
AHILEA DURCOVSKI
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Buch/Regie WOLFGANG BEYER
Kamera WALTER REICHL
MARCO ZIMPRICH
Krankamera CHRISTIAN DIMT
MARTIN BURGER
Ton INA FISCHER
Schnitt PETRA ZÖPNEK
Tonschnitt und Mischung INGO HOLUB
Farbkorrektur und Mastering KURT HENNRICH
Übersetzungen SLAVKO NINIC
Sprecher MERCEDES ECHERER
MARGIT MAURER
JOHANN NIKOLUSSI
Idee und Organisation der Tour PETER KUTHAN
Aufnahmeleitung Sarajevo NATASA MIRKOVIC-DE RO
Produktion Fischer Film KARIN RUDLE
Filmgeschäftsführer PETER DONKE
Produktion ORF JUTTA KITTNER
Redaktion ORF FRANZ GRABNER
Produzent MARKUS FISCHER

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Dank an den in Wien lebenden Sevdah Veteranen Jovica Petković für die Inspiration!

Dank an die Partner und deren MitarbeiterInnen vor Ort:
Mirsad Krupalija & Restaurant “Sarajevo” / Wien, Stefan Sablic & EthnoFusionFest & Shira u’tfila / Belgrad, Husein Kurtagic, Natasa Mirkovic-De Ro., Halid Kuburovic, Midhat Efendira & Sarajevo Arts Agency / Sarajevo, Samira Seferovic & Österr. Kooperastionsbüro OEK / Sarajevo, Vinko Mihajlovic, Niko Perazic & Rote Kommune Petrovac, Tufik Bojadzic, Samir Zaimovic & Kulturzentrum Bijelo Polje / Montenegro, Fatos Qerimaj, Arber Perolli, Petrit Seraili & Jazzfestival Moving Culture / Tirana, Dinka Migic-Vlatkovic & ProArteManagement Zagreb, Davor Zagar, Vlado Drazen, Neda Jankovic & Zagreb Concert Management, Zdenka Mercep & Musikschule Samobor, Österr. Botschaft in Belgrad, Skopje, Sarajevo, Podgorica, Tirana und Zagreb, Österr. Kulturforen in Belgrad und Zagreb, Österr. Kooperationsbüro in Wissenschaft, Bildung und Kultur OEK, Die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ADA), Heidi Frank

Co-Produktion

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