Spielfilm von Wolfram Paulus | 90 Min., A, 2004
mit Dominik Leeb, Nadja Vogel, Andreas Puehringer, Peter Pikl, Traude Gmeinböck, Fritz Egger, Eleonore Schmidl, Alice Schneider, u.a. Gast: Marie Colbin
Wastl will bleiben und darf nicht, Franziska will weg und kann nicht. Was die beiden trennt bringt sie einander näher. Beide gewinnen, auch wenn sie einander am Ende verlieren.
Wastl ist elf und etwas gestört –
Franziska ist siebzehn und anders als die andern –
die beiden begegnen sich und verstehen sich sofort –
beide haben keine Mutter mehr: die von Wastl ist vor einem Jahr gestorben –
Franziska lebt mit Adoptiveltern, kennt ihre wirkliche Mutter nicht –
zwischen den beiden entwickelt sich eine schräge,
außergewöhnliche, große Freundschaft und Liebe –
was die zwei aber so treiben, ist dem Dorf nicht geheuer:
man versucht, sie zu trennen –
die beiden wehren sich, jeder auf seine Weise –
und auch ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt –
aber es gelingt den Erwachsenen nicht,
die beiden Revoluzzer in die Knie zu zwingen –
Wastl und Franziska bleiben Sieger –
auch wenn es am Schluss heißt: Abschied nehmen –
eine Geschichte über Freundschaft, Liebe,
Verlust der Mutter, Erwachsenwerden –
eine Geschichte, wo Lachen und Weinen ganz nah beisammen sind –
so wie im wirklichen Leben –
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| Wastl | Dominik Leeb |
| Franziska | Nadja Vogel |
| Josef | Andreas Puehringer |
| Adoptivmutter | Traude Gmeinböck |
| Adoptivvater | Peter Pikl |
| Maria | Eleonore Schmidl |
| Xaver | Fritz Egger |
| Schober Mitzi | Hermine Seidl |
| Hans | Christopher Schärf |
| Tischler | Andreas Scherer |
| Frau Bauer | Alice Schneider |
| Oberministrant | Hannes Huber |
| Drogist | Klaus Ortner |
| Tischlergang | Werner Brix Thomas Seiwald David Oberkogler |
| Mutter | Marie Colbin |
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| Buch: | Kurt Hennrich Idee von Heide Katharina Jansen, in Zusammenarbeit mit Wolfram Paulus |
| Regie: | Wolfram Paulus |
| Kamera: | Wolfgang Lehner |
| Ton: | Roland Freinschlag |
| Schnitt: | Wolfram Paulus
Roland Freinschlag |
| Musik: | Peter Valentin |
| Ausstattung: | Maria Gruber |
| Kostüm: | Patricia Autherith |
| Produktionsleitung: | Peter Donke |
| Produzent: | Markus Fischer |
| Produktion: | FISCHERFILM |
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Entwickelt mit Unterstützung des MEDIA Programms der Europäischen Union
Hergestellt mit Unterstützung des Österreichischen Filminstituts
und des ORF
und der Kulturabteilung des Landes Oberösterreich
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© 2005 ![]()
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Wenn die Medien einen Film ankündigen, der sich mit zwei Außenseitern in einem österreichisch Provinznest beschäftigt, kann man – mindestens hierzulande – sicher sein, auf der Leinwand eine Story zu sehn, wo es um sexuellen Missbrauch geht, oder wo sonstige Schweinereien aufgedeckt werden, und wenn schon nicht das, dann mindestens gezeigt wird, wie triste und aussichtslos es ist in der „tiefsten Provinz“ –
mir war es hingegen mit dem Kinofilm Augenleuchten ein großes Anliegen zu zeigen, dass die so genannte Provinz allemal gut genug ist, schillernde Persönlichkeiten hervorzubringen: die sich dem Dorf als unbequeme Gestalten präsentieren, die polarisierend wirken und sämtliche Geister scheiden – und die ihr Außenseitertum total bewusst, ja sogar mit Stolz und elitärem Gehabe zur Schau tragen – meine beiden Hauptfiguren wissen in etwa – trotz ihrer Jugend – wer sie sind, und was sie wollen – vor allem wissen sie, was sie nicht wollen – daraus ergibt sich ein Konflikt mit den dörflichen Autoritäten – reagieren die eifrigen Moralapostel mit Strafe – werden Wastl und Franziska zum Widerstand gereizt – gleichzeitig wollte ich die Erwachsenenwelt nicht als den üblichen Feind der Jugend darstellen, sondern etwas differenzierter als jene Instanzen, die den Jugendlichen ja eigentlich wohlwollend und fördernd gegenüberstehen – die Konflikte, die entstehen, wenn solche Erwachsenen mit solch jungen Außenseitern zusammentreffen, interessieren mich weit mehr als jede stupide Schwarz-Weiß-Malerei –
dann wollte ich diesmal einen Film machen, der weniger durch Formalismen und cineastischen Ehrgeiz auffällt – als vielmehr durch alt bewährte, klassische, dramaturgische Qualitäten wie Spannung, Dramatik, Kurzweiligkeit, Humor –
als Kind der Provinz legte ich – wie schon in früheren Filmen – besonderen Wert darauf, dass nicht irgendein Wischiwaschi- Hochdeutsch in eine bestimmte Region getragen wird – sondern dass der sprachliche Akzent dieser Gegend weitgehend authentisch bleibt und wirkt –
außerdem wünsche ich mir, dass der Zuschauer nach diesem Film mit dem Gefühl nach Hause geht, als wäre er soeben beschenkt worden: mit Bildern und Tönen, an die er sich noch oft und gern erinnert –
Wolfram Paulus, im Juni 2004