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Film auch als DVD erhältlich:

Bestellung DVD
(€ 10,90)

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Bilder

ganze_gruppe akkordeon Maria_und_Lars Otto_bewegt Guy tribe SEE Plakat

PRESSESTIMMEN

„Zum Weinen schön.“ / WOZ

„Ein Doku-Roadmovie mit viel umwerfender Musik.“ / NZZ Ticket

„Accordion Tribe ist ein Ohrenschmaus von einem Kinovergnügen.“ / Ray

„Begeisternd, mitreißend.“ / Film Dienst

„Wer nach diesem Film noch Ziehharmonika zum Akkordeon sagt hat ihn nicht verstanden.“ / Skip

„Ein Dokumentarfilm, der dermaßen das Herz erwärmt, dass man ihn gleich mehrmals anschauen will.“ / Züritipp

„... von geradezu fantastischer Musikalität ist ACCORDION TRIBE einer der faszinierendsten Musikfilme der letzten Jahre.“ / Tagblatt der Stadt Zürich

ACCORDION TRIBE

MUSIC TRAVELS

Ein Film von Stefan Schwietert | Documentary, 87 Min. A/CH, 2004

mit GUY KLUCEVSEK, LARS HOLLMER, MARIA KALANIEMI, BRATKO BIBIC, OTTO LECHNER

Fünf höchst eigenwillige Musiker aus verschiedenen Ländern formieren sich zum «Accordion Tribe» und vollbringen das Kunststück, ihr lange Zeit verschmähtes Instrument wieder in jenes Kraftwerk der Gefühle zu verwandeln, als das es einst in aller Welt Verbreitung fand.

Der Film folgt diesen erregenden Klanglandschaften von trancehafter Intensität und deren charismatischen Schöpfern auf ihrer Reise durch ein Europa, dessen reiches musikalisches Erbe für die Bodenhaftung bei den gewagten Höhenflügen im Stamm der virtuosen Handorgler sorgt. Spurensuche und Neuschöpfung, Tradition und unbedingte Zeitgenossenschaft, Fragment und Gleichzeitigkeit: verkörpert in einem spannenden und emotional mitreißenden musikalischen Projekt über die transformierende Kraft von Musik.

TRAILER:

	

CREDITS:

Regie:     STEFAN SCHWIETERT
Kamera:  WOLFGANG LEHNER
Ton:         DIETER MEYER
Schnitt:    STEPHAN KRUMBIEGEL

Produzenten: MARKUS FISCHER, CORNELIA SEITLER

Produktion:
.

mit finanzieller Unterstützung von:
Österreichisches Filminstitut, Filmfonds Wien, ORF (Film/Fernseh-Abkommen),
Bundesamt für Kultur, SF DRS, Stadt und Kanton Zürich, Suissimage


Kinostarts
Slowenien: 22. Oktober 2004
Schweiz: 28. Oktober 2004
Österreich: 28. Februar 2005
Deutschland: 14. April 2005

Verleiher: Look Now!/Schweiz Ventura Film/Deutschland Polyfilm/Österreich FUN d.o.o./Slowenien

Schweizer Filmpreis 2005, „Bester Dokumentarfilm
Publikumspreis Filmtage Würzburg 2005
art TV Award 2005


DER REGISSEUR ZU SEINEM FILM:

Vorgeschichte:
Ich habe das Akkordeon in meiner Jugend gehasst. In der Schweiz, wo ich aufgewachsen bin, spielten damals die Radiosender tagein und tagaus heimatliche Volksmusik und der immer gleich tönende Klang der Handorgeln dröhnte einem in den Ohren… Später, auf den Reisen für meine Musikfilme, traf ich in den verschiedensten Ländern auf Akkordeonspieler, die dem Instrument für mich fremde und faszinierende Klänge und Melodien entlockten. Ich entdeckte das Instrument völlig neu und begann mich für das “Phänomen Akkordeon” zu interessieren:
Das Akkordeon ist ein frühes Produkt des Industriezeitalters, ein junges Instrument erfunden im 19Jh. in Wien. Durch die Massenherstellung war es billig zu erwerben und wurde zum Klavier der armen Leute. Seine Lautstärke und klangliche Vielfalt halfen mit, ganze Orchester in den Wirtshäusern wegzurationalisieren und diese durch Ein-Mann-Bands zu ersetzen. Auswanderer trugen das Instrument in die ganze Welt. Überall, wo es hinkam, fand es schnell Einzug in die lokalen Musikkulturen und verdrängte dort heimische Instrumente. Somit ist die Quetschkommode auch ein früher Vorreiter der Globalisierung. Zumal in jüngster Zeit auch das umgekehrte Phänomen zu beobachten ist: Nachdem es seit den 50er Jahren ständig an Popularität verloren hatte, erlangte das Akkordeon mit Interpreten aus aller Welt im Zuge des World Musik Booms auch bei uns wieder neue Wertschätzung.

Der Film:
Ein Film über das Akkordeon sollte für mich von Anfang an ein Film werden über die Menschen, die es spielen. Während der Recherchen traf ich auf Otto Lechner, einen blinden Akkordeonisten aus Wien, dessen Musik mich besonders in ihren Bann zog: Er spielt virtuos mit den verschiedensten Musikstilen und entwickelt mit der Handorgel einen mitreissenden Swing.Otto erzählte mir von einem aussergewöhnlichen Projekt: 1996 wurde er von Guy Klucevsek, einem amerikanischen Musiker, kontaktiert. Guy hatte alle seine Lieblingsakkordeonisten für eine Tournee angefragt. Er wollte dem Publikum zeigen, dass auf dem Instrument wesentlich mehr möglich ist, als es sein Ruf als reines Interpreteninstrument bisher glauben liess. Auf der Bühne präsentierten sich schliesslich fünf grossartige Akkordeonisten, die Musik eigens für das Akkordeon kreiert haben. Während der Tournee intensivierte sich das Zusammenspiel der Musiker. Sie entwickelten gemeinsame Stücke, in denen drei, vier oder sogar alle fünf Akkordeons zu hören waren. Das setzte eine grosse musikalische Freiheit und Einfühlungsvermögen jedes einzelnen voraus. Ein ungewohnter, magischer, berauschender Sound entstand. Die dreiwöchige Tournee von damals wurde legendär.Als die Musiker beschlossen, 2002 ein zweites Mal auf Tournee zu gehen und eine gemeinsame CD aufzunehmen, war mir klar, dass ich meinen Film gefunden hatte. Ich besuchte die Musiker zu Hause in Wien, Slowenien, Finnland, Schweden und New York und lernte fünf Künstler kennen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Jeder hatte seine ganz eigene Akkordeonmusik entwickelt, beeinflusst von den verschiedenen Temperamenten und Heimatländern. Dennoch war bei allen Musikern spürbar, dass durch das Akkordeon einen Teil ihrer Wurzeln in der Volksmusik liegt. Jeder hat dieses “Gesunkene Kulturgut” wie der Schwede Lars Hollmer es einmal nennt, auf ganz persönliche Art in seiner Musik weiterentwickelt.

Ich habe vor ACCORDION TRIBE zwei Kinofilme über untergehende (Volks)musikkulturen gedreht. Mit diesen fünf Musikern war es mir nun möglich, etwas darüber einzufangen, wie sich Musik im Laufe der Zeit verändert und wie aus den alten Traditionen wieder etwas neues entsteht: How music travels.

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